Verbraucherinsolvenz

Schuldnerberatung vom Rechtsanwalt - Verbraucherinsolvenz

"Geeignete Stelle" gemäß § 305 InsO für Verbraucherinsolvenzverfahren

Wer sich für eine Insolvenz bzw. eine außergerichtliche Schuldenbereinigung interessiert, hat natürlich auch wenig Geld für Rechtsanwalt und Gericht. Der Staat hilft daher mit.

Unsere außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten für Beratung, Gläubigeranschreiben und Erstellung eines Schuldenbereinigungsplans werden für Sie als bedürftige Person von der Staatskasse getragen (Selbstbehalt € 15,-)*. Den hierfür erforderlichen Beratungshilfeantrag werden wir gerne mit Ihnen beim ersten Beratungsgespräch ausfüllen.

Zum Thema:

... schuldenfrei in 3, 5 bzw. 6 Jahren durch Verbraucherinsolvenz ???

Seit 1999 können Verbraucher ebenso wie früher lediglich Unternehmen Insolvenz anmelden - die sogenannte Verbraucherinsolvenz

Am Ende der "Wohlverhaltensperiode" des Verfahrens steht die Restschuldbefreiung und damit der staatliche Schuldenerlass. 

Neu: Verkürzung der Insolvenzlaufzeit von 6 auf 3 Jahren bei Verfahren mit 35%-iger Befriedigungsquote.

Neu: Verkürzung der Insolvenzlaufzeit auf 5 Jahre bei Tragung der Verfahrenskosten (Gericht und Insolvenzverwalter)

Für sogenannte Nullfälle bleibt es bei 6 Jahren.

 

Bei Interesse vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin unter

Tel.: 07151 / 60 61 02      

Kanzlei Stuttgart:      Königstr. 26, 70173 Stuttgart

Kanzlei Waiblingen:   Bahnhofstr. 45, 71332 Waiblingen

Kanzlei Karlsruhe:      Ludwig-Erhard-Allee 10, 76131 Karlsruhe

Durch * gekennzeichnete Felder sind erforderlich.

Das Problem: Überschuldung

In Deutschland sind ca. 3 Mio. Haushalte von Überschuldung betroffen. Die Liste der Gründe, wie es zur Überschuldung kommen kann, ist lang:

Arbeitslosigkeit, Scheidung, verführerische Waren und Kredite, etc. .

Das Verbraucherinsolvenzverfahren 

  1. Individuelle Beratung
  2. Die Gläubiger werden von unserer Kanzlei außergerichtlich angeschrieben. In diesem Verfahrensstadium wird versucht, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen und dabei Teilschuldenerlasse auszuhandeln (Schuldenbereinigungsplan). Vergleichsangebote wie Einmalzahlungen (z.B. 15%), feste Raten oder flexible Raten abhängig von Ihrem jeweiligen Einkommen werden wir mit Ihnen vorab besprechen und Vor- und Nachteile abwägen.
  3. Stimmen mehr als 50% der Gläubiger dem Vergleich zu, so können wir die Minderheit der Gläubiger vom Gericht überstimmen lassen (gerichtlicher Schuldenbereinigungsplan)
  4. Bei einer Zustimmungsquote unter 50% stellen wir für Sie beim zuständigen Amtsgericht – Insolvenzgericht - den Antrag auf Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens mit anschließender Restschuldbefreiung und vertreten auf Wunsch bis zum Ende des Verfahrens. Für diese weitere Tätigkeit fallen gesetztliche Gebühren an.
  5. In dem geordneten Gerichtsverfahren können die Gläubiger nun ihre einzelnen Forderungen zur Insolvenz anmelden. Einzelvollstreckungen von Gläubigern mittels Gerichtsvollzieher etc. sind dann nicht mehr erlaubt (Einzelvollstreckungsschutz). Das Gericht prüft, ob verwertbares Vermögen vorhanden ist, das an die Gläubiger verteilt werden kann.
  6. Danach beginnt die sogenannte „Wohlverhaltensperiode". Sie dauert 3, 5 bzw. 6 Jahre (ab Eröffnung) und wird von einem Insolvenzverwalter begleitet. 
    Sollten Sie in dieser Zeit Einkünfte oberhalb der Pfändungsfreigrenzen, also des Existenzminimums haben, so wird der überschießende Betrag an die Gläubiger über ein Treuhänderkonto abgeführt. Dies ließe sich jedoch auch ohne Verbraucherinsolvenzverfahren nicht verhindern. Der Schuldner hat sich insofern "wohl" zu verhalten, als er alle Einkommens- und Vermögenszuwächse sowie sonstige Änderungen seiner persönlichen Verhältnisse unaufgefordert mitzuteilen hat.
  7. Sind die 3, 5 bzw. 6 Jahre vorbei, erlässt das Gericht bei Vorliegen aller Voraussetzungen die Restschulden (Restschuldbefreiung)Noch offene (Alt-) Forderungen der Gläubiger sind damit erloschen.

 

Kontakt:     Tel.: 07151 / 60 61 02

 

*Der Anwalt kann bei Bewilligung von Beratungshilfe außergerichtlich kostenbefreit für Sie tätig werden und rechnet seine Rechtsanwaltsgebühren gegenüber der Staatskasse ab. Dem Rechtsanwalt steht es zu, einen Selbstbehalt in Höhe von € 15,- vom Mandanten zu verlangen. Die gesetztlichen Gebühren im gerichtlichen Verfahren richten sich nach Insolvenzmasse und Schuldenhöhe gemäß RVG.

Für die anfallenden Gerichtskosten kann die Verfahrenskostenstundung beantragt werden. Dies hat noch einmal zu einem erheblichen Anstieg der Verfahren geführt.

Beratungshilfe erhalten bedürftige Personen. Die Bedürftigkeit ist gegenüber dem Amtsgericht durch Belege glaubhaft zu machen.